WER?
Bereits im Schuljahr 2017/18 hat sich ein Arbeitskreis auf den Weg gemacht, um für die Esther-Weber-Schule einschließlich Internat ein Schutzkonzept zu entwickeln. Der Arbeitskreis bestand aus Mitgliedern der erweiterten Schulleitung und des Psychologischen Dienstes sowie Sportlehrern, einer Religionslehrerin und einer Krankenschwester.
Beraten und unterstützt wurde der Arbeitskreis von Wendepunkt e.V., einer Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen.

WAS?
Was genau ist ein Schutzkonzept? Mit dieser Frage haben wir uns im Rahmen von zwei Fortbildungstagen mit dem Team von Wendepunkt auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, was zu tun ist, um unsere Schülerinnen und Schüler vor sexuellem Missbrauch zu schützen sowie in ihrer Persönlichkeit zu stärken.
Entstanden ist dabei ein individuelles SCHUTZKONZEPT für unsere Einrichtung
mit folgenden Inhalten:

1. Unsere Werte
2. Offenes Haus – geschützter Raum
3. Wir machen Schülerinnen und Schüler stark
4. Schwimm- und Sportunterricht

WARUM?
1. Unsere Werte: Wir wollen zu einer gemeinsamen Haltung finden, die in
Sprache und Umgang miteinander von Respekt voreinander geprägt ist.
Der erstellte Verhaltenskodex stellt eine Selbstverpflichtung für alle in der
Einrichtung Tätigen dar. Es geht darum, allen das Gefühl von Sicherheit zu
vermitteln. Jeder darf sicher sein, dass wir in unserer Einrichtung in einem
geschützten Rahmen lernen, arbeiten und leben.

2. Offenes Haus: Wir sind ein offenes Haus, öffnen uns nach außen und emp-
fangen Gäste. Um aber auch Schülerinnen und Schülern eine sichere ge-
schützte Umgebung bieten zu können, bedarf es einiger wichtiger Regeln!

3. Wir machen Schülerinnen und Schüler stark: Es ist uns ein besonderes An-
liegen, unsere Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstwertgefühl zu stär-
ken, damit sie weniger gefährdet sind, Opfer von sexuellem Missbrauch
zu werden.

4. Schwimm- und Sportunterricht: Im Schwimm- und Sportunterricht entste-
hen beim Umkleiden, bei der Körperpflege sowie im Unterricht sehr körper-
nahe Situationen. Im Rahmen des Schutzkonzeptes ist deshalb auf solche
Situationen besondere Aufmerksamkeit zu legen.

WIE?
Wie ist es möglich, alle in der Schulgemeinschaft tätigen Personen mit der Haltung, die dem Schutzkonzept zu Grunde liegt, vertraut zu machen?
Indem Eltern wie Schulgemeinschaft die grundlegende Bedeutung eines Schutzkonzeptes anerkennen und dafür Zeit und Raum bieten, es zu implementieren!
Und so hat im Rahmen einer 1 ½ tägigen Fortbildungsveranstaltung für das
gesamte Personal der Schule, vom Betriebsmeister, über den hauswirtschaft-
lichen Dienst und die Sekretärinnen bis hin zu den betreuenden Kräften, Lehr-
kräften, Erzieherinnen und Erziehern eine Einführung stattgefunden.
Alle haben die Grundlagen des Schutzkonzeptes kennen gelernt.

UND SO GEHT ES WEITER!
Das Schutzkonzept muss gelebt werden und jedem neuen Mitarbeiter/jeder neuen Mitarbeiterin an der Schule und im Internat vermittelt werden. Deswegen ist eine umfassende Broschüre entstanden, in der alle Inhalte ausführlich beschrieben sind. Schon immer ist es Standard, dass nicht nur ein erweitertes Führungszeugnis bei der Einstellung vorgelegt werden muss, sondern auch eine förmliche Verpflichtung zur Anerkennung der freiheitlich demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes unterschrieben wird.
Darüber hinaus, wird mit Beginn des Schuljahres 2019/20 nun das Schutzkonzept im Rahmen der Einarbeitung erläutert und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschreiben eine Selbstverpflichtung im Sinne unserer dort formulierten Werte und Regeln.

Wir hoffen hiermit dazu beigetragen zu haben, dass sich jeder in unserer Schulgemeinschaft nicht nur wohl fühlt sondern auch angstfrei arbeiten und lernen kann.

 

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